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DFB-Vize Rainer Koch hat vor Gericht gute Chancen

Im Streit um Punktabzug für Waldhof: Urteil fällt am 20. März

Frankfurt/Main – Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hält im Rechtsstreit mit Regionalligist Waldhof Mannheim um den Abzug von drei Punkten für die laufende Saison gute Karten. Bei der rund einstündigen Verhandlung am Mittwoch vor dem Landgericht Frankfurt/Main wurde deutlich, dass der von Mannheimer Seite vorgebrachte Vorwurf eines Verfahrensfehlers bei der Einleitung des Sportgerichts-Prozesses offenbar keine Relevanz besitzt.

Die 6. Zivilkammer unter dem Vorsitz von Richter Richard Kästner wird bei ihrem Urteil, das am 20. März (16.00 Uhr) verkündet werden soll, vor allem die Frage der Verhältnismäßigkeit der Strafe klären. Waldhof macht geltend, dass der Punktabzug „willkürlich“ sei. Sollte das Gericht dieser Argumentation folgen, muss sich voraussichtlich erneut die DFB-Sportgerichtsbarkeit mit dem Fall beschäftigen.

„Es war ein gutes, intensives Rechtsgespräch. Die Punkte wurden sauber aufgearbeitet. Mir geht es nicht um den Einzelfall. Es geht nicht um eine ‚Lex Waldhof‘. Es geht um Recht und Ordnung in den Stadien“, sagte DFB-Vizepräsident Rainer Koch: „Was damals passiert ist, war Terror im Stadion. Das war das Ende des Fußballs. Der Wettbewerb war nicht mehr möglich.“

Das DFB-Bundesgericht hatte im September des vergangenen Jahres den Punktabzug für Waldhof in zweiter Instanz bestätigt. Dieser war zuvor vom Sportgericht verhängt worden. Mannheim führt die Regionalliga Südwest trotz der Sanktion mit fünf Punkten Vorsprung an.

Gegenstand des Verfahrens sind die schweren Krawalle in beiden Aufstiegsspielen zur 3. Liga gegen den KFC Uerdingen. Das Rückspiel am 27. Mai 2018 in Mannheim musste sogar abgebrochen werden, nachdem im Waldhof-Fanblock massiv Pyrotechnik gezündet worden war. Die Uerdinger sicherten sich den Aufstieg in die Drittklassigkeit durch eine 2:0-Wertung am Grünen Tisch.

Sollte der Verlierer vor dem Landgericht die nächsten Instanzen anrufen, wird es ein rechtskräftiges Urteil erst nach dem Saisonende geben. Dies sieht Koch „mit großer Sorge“. (SID)

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