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1:5 in Lille: PSG vergibt nächsten Matchball – Mbappe entsetzt

Lille – Der französische Fußballmeister Paris St. Germain muss nach einer Demütigung weiter auf die erfolgreiche Titelverteidigung in der Ligue 1 warten. Das Starensemble von Trainer Thomas Tuchel verlor am 32. Spieltag ein turbulentes Topspiel bei Verfolger OSC Lille krachend 1:5 (1:1). Für Paris war es die höchste Pflichtspielniederlage seit dem denkwürdigen 1:6 im Champions-League-Achtelfinale beim FC Barcelona im März 2017.

„Wir werden zwar Meister, aber so darf man nicht verlieren“, sagte Weltmeister Kylian Mbappe, „das ist eine Frage der fehlenden Persönlichkeit, wenn man drei, vier oder fünf Gegentore bekommt. Dass man verliert, passiert, aber das war nicht normal.“

Die Pleite in Lille war die schlimmste Niederlage für PSG in der Ligue 1 seit dem 0:4 in Bordeaux 2009. Fünf Gegentore in der Meisterschaft hatte der Hauptstadtklub zuletzt beim 1:5 in Sedan im Jahr 2000 hinnehmen müssen.

Trotz der zweiten Saisonniederlage liegt Paris sechs Spieltage vor Saisonende weiter komfortable 17 Punkte vor Lille. PSG hat zudem noch ein Spiel in der Hinterhand. In der Nachholpartie beim FC Nantes am Mittwoch hat Paris den nächsten Matchball. 

Bereits in der Vorwoche hätte Paris ein Sieg zum Titelgewinn gereicht, ein 2:2 gegen Racing Straßburg inklusive einer kuriosen „Klärungsaktion“ des früheren Bundesligaprofis Eric Maxim Choupo-Moting war jedoch zu wenig.

Thomas Meunier (7.) per Eigentor, der unter anderem mit den Bayern in Verbindung gebrachte Nicolas Pepe (51.), Jonathan Bamba (65.), Gabriel (71.) und Jose Fonte (84.) trafen für Lille. Der ehemalige Münchner Juan Bernat erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich (11.), wurde nach einer Notbremse aber noch in der ersten Halbzeit vom Platz gestellt (36.).

Ex-Weltmeister Julian Draxler stand in der Startelf, Thilo Kehrer wurde in der 16. Minute für den verletzten Kapitän Thiago Silva eingewechselt. Insgesamt dauerte die erste Halbzeit infolge intensiver Diskussionen nach dem Platzverweis gegen Bernat 53 (!) Minuten.

In der zweiten Halbzeit hatte Kehrer beim Stand von 1:1 eine große Chance zur Führung, köpfte aber aus fünf Metern knapp vorbei (48.). (SID)

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