Zukunft der afghanischen Nationalmannschaft ungewiss

Afghanische Fußball-Nationalmannschaft womöglich vor dem Aus

Köln – Die afghanische Fußball-Nationalmannschaft steht nach der Machtübernahme durch die Taliban womöglich vor der Auflösung. „Es kann passieren, dass wir nicht mehr spielen werden“, sagte Nationalspieler Hassan Amin dem Mannheimer Morgen. Der gebürtige Darmstädter, der bis zur vergangenen Saison für den Drittligisten SV Meppen spielte, steht nach eigenen Angaben in regelmäßigem Kontakt mit Nationaltrainer Anoush Dastgir. 

Die entscheidende Frage sei, sagte Amin, „ob die Taliban das Fußballspiel akzeptieren werde“. Daran schlössen sich dann weitere Fragen an: „Wenn ja, akzeptiert uns die FIFA weiterhin? Wenn ja, unter welcher Flagge laufen wir auf? Wir haben immer gesagt, dass wir für die Menschen in Afghanistan spielen und für keine politische oder religiöse Gruppierung“, sagte der 29 Jahre alte Linksverteidiger, der momentan vertragslos ist.

Die Mannschaft, meinte Amin, stecke nach dem Umsturz in Kabul in einem Dilemma. „Wenn wir spielen, heißt es: Ihr spielt unter der Flagge der Taliban. Wenn wir nicht spielen, heißt es: Jetzt lasst ihr auch noch die Menschen im Stich. Da muss man sich zusammensetzen und beraten, um dann einen Entschluss zu fassen.“

Die afghanische Fußball-Nationalmannschaft nimmt nach einer 35-jährigen Unterbrechung seit 2002 wieder an den Qualifikationsspielen in der Asian Football Confederation (AFC) teil. Im bisher letzten Länderspiel trennte sich die Auswahl im vergangenen Juni bei der Qualifikation für die Asienmeisterschaft mit 1:1 von Indien. (SID)

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