William hat den Umgang mit Spielern in England bemängelt

Prinz William wirft Klubs „Pflichtverletzungen“ vor

Belfast – Aus Sicht von Prinz William vernachlässigen Fußball-Vereine durch mangelnde Betreuung ihrer Spieler im psychologischen Bereich ihre Fürsorgepflichten. „Einige Klubs tun gar nichts für die psychische Verfassung ihrer Spieler. Wir müssen den ganzen Umgang mit der Frage, wie man sich um die Spieler kümmert, verändern“, sagte der Präsident des englischen Verbandes FA bei einem Besuch des nordirischen Verbandes in Belfast: „Ich denke, die Spieler nur als finanzielle Vermögenswerte zu betrachten, ist eine Pflichtverletzung.“

William kündigte eine Kampagne der FA zur Stärkung des Bewusstseins für die Problematik an. Die Aktion soll zur Verbesserung der Situation bei den Vereinen beitragen. 

Die Aussagen des 36-Jährigen stießen in der englischen Fußball-Szene auf breite Zustimmung. Ex-Nationalspieler Stan Collymore, der als Profi bei Williams Lieblingsverein Aston Villa wegen Depressionen längere Zeit pausiert hatte, erhofft sich vom Vorstoß des Prinzen eine Wende im Umgang mit der im Fußball immer noch oft tabuisierten Thematik: „Wenn das beim Verband, bei der Premier League und der englischen Liga keinen Nachhall findet, dann weiß ich nicht, was sonst noch dafür sorgen könnte.“ (SID)

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