Florian Jungwirth (l.) hält längere Auszeit für richtig

Ex-Darmstadt-Profi Jungwirth über Coronakrise in USA: Fußball „würde sich falsch anfühlen“

München – Fußballprofi Florian Jungwirth von den San Jose Earthquakes in der nordamerikanischen Profiliga Major League Soccer (MLS) hat sich für eine längere Auszeit vom Sport in Zeiten der Coronakrise ausgesprochen. „Für mich würde es sich falsch anfühlen, wenn ich trainieren kann, gleichzeitig aber die Menschen vor die Hunde gehen“, sagte der ehemalige Darmstädter im Interview mit dem Münchner Merkur und der tz.

Der 31-Jährige wünscht sich, dass „erst mal alle Menschen mit Existenzängsten ihren Alltag zurückbekommen, bevor ich als Fußballprofi an der Reihe bin“. Ihm fehle der Fußball, „aber in dieser Zeit merke ich auch, wie unwichtig der Sport ist“, sagte Jungwirth.

Jungwirth, der seit drei Jahren im kalifornischen San Jose spielt, erzählte von den teils prekären Verhältnissen in den USA. „Es gibt hier kein Arbeitslosengeld oder einen Kündigungsschutz. Ich habe das Glück, dass ich über die Liga krankenversichert bin. Das ist Luxus“, sagte der U19-Europameister von 2008.

Über seine Heimat hatte Jungwirth nur lobende Worte: „Wir können froh sein, welches Gesundheitssystem wir in Deutschland haben. Jeder, der in der jetzigen Situation in diesem Land leben darf, sollte dankbar sein, dass Deutschland einer der größten Sozialstaaten der Welt ist.“ (SID)

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