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Italiens Fußball-Verband fordert Sperre für Lotito

Vertuschte Testergebnisse: Lazio muss Strafe zahlen – Klubboss sieben Monate gesperrt

Köln – In der Affäre um vermeintlich vertuschte Testergebnisse von Stürmer Ciro Immobile sind der italienische Fußball-Erstligist Lazio Rom und dessen Besitzer Claudio Lotito verurteilt worden. Das Sportgericht des italienischen Fußball-Verbandes FIGC verhängte eine Sperre über sieben Monate gegen Lotito, dem Verstöße gegen das Corona-Schutzprotokoll vorgeworfen worden. Lazio soll 150.000 Euro Strafe zahlen, zwei in dem Fall involvierte Ärzte wurden für ein Jahr für jede Tätigkeit im Fußball gesperrt.

Das Sportgericht hatte zunächst eine Geldstrafe von 200.000 Euro, eine 13-monatige Sperre gegen Lotito und eine 16-monatige Sperre gegen die Ärzte gefordert, wich bei seinem Urteil allerdings davon ab. Dennoch kündigte Lazio an, Einspruch einzulegen. 

Immobile war Ende Oktober 2020 und Anfang November jeweils positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dazwischen gab es jedoch auch negative Testergebnisse – ausgestellt von einem von Lazio beauftragten Labor. Immobile lief trotz aller Unklarheiten in der Liga für die Römer auf. Im Fokus der Ermittlungen stand die Frage, ob Lotito einen befreundeten Chef eines Labors in Avellino zur Vertuschung positiver Ergebnisse angestiftet hat.

Lazio erhielt zumindest keine weiteren Sanktionen, die das sportliche Abschneiden beeinträchtigen würden. Harte Strafen wie ein Punktabzug oder gar der Zwangsabstieg in die Serie B wären möglich gewesen. (SID)

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