Pflichtaufgabe für Voss-Tecklenburg und das DFB-Team

DFB-Frauen greifen nach WM-Ticket: „Wollen es jetzt regeln“

Bursa – Rund fünf Wochen nach ihrem EM-Höhenflug greifen die deutschen Fußballerinnen in der Türkei nach dem WM-Ticket. „Wir wollen es jetzt hier regeln und uns direkt qualifizieren. Mit der besten Energie und einer sehr guten Leistung“, sagte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg vor der Pflichtaufgabe am Samstag (14.45 Uhr/ZDF) in Bursa.

Denn für die Vize-Europameisterinnen steht schon im kommenden Jahr in Australien und Neuseeland (20. Juli bis 20. August 2023) die nächste Titeljagd an. In der WM-Qualifikation führt die DFB-Auswahl die Gruppe H mit 21 Punkten aus acht Spielen an. Ein Sieg ist Pflicht, das Hinspiel gegen die Türkinnen gewann der zweimalige Weltmeister im November mit 8:0.

Die große EURO-Euphorie sei tagtäglich noch spürbar, daran möchte das deutsche Team auf deutlich kleinerer Bühne unbedingt anknüpfen – auch im Kampf für mehr Geschlechtergerechtigkeit im Fußball. „Das alles ist dann nichts wert, wenn wir nicht die Bereitschaft haben, etwas zu verändern mit klaren Zielen“, mahnte Voss-Tecklenburg.

Ein weiteres Signal soll auch die Premiere der DFB-Frauen im neuen Trikot sein, das einheitlich von allen Nationalteams getragen wird. „Das ist ein wirklich schönes Zeichen“, lobte Sara Doorsoun und versicherte: „Das ist ein sehr schönes Trikot. Darin werden wir richtig gut aussehen.“

Für die Innenverteidigerin von Eintracht Frankfurt ist die Partie im Heimatland ihrer Mutter ein „besonderes Spiel im zweiten Zuhause“. In Abwesenheit der verletzten Marina Hegering erhielt die 30-Jährige eine Startelfgarantie von der Bundestrainerin.

Im Tor wird wie gewohnt Merle Frohms (VfL Wolfsburg) auflaufen. Ob die Nummer zwei Almuth Schult (Angel City FC) am Dienstag (18.30 Uhr/ARD One) beim Abschluss der Qualifikation in Bulgarien erstmals seit der WM 2019 wieder zu einem Länderspiel-Einsatz kommt, „wird sich danach zeigen“, erklärte Voss-Tecklenburg, die zudem auf Lena Oberdorf, Giulia Gwinn und Ann-Katrin Berger verzichten muss. (SID)

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