Robin Dutt ist derzeit Trainer beim Wolfsberger AC

Ex-Sportdirektor Dutt pro Flick und Bierhoff – Kritik am DFB

Doha – Der frühere DFB-Sportdirektor Robin Dutt hat die sportliche Leitung nach dem neuerlichen WM-Desaster verteidigt und sieht die Versäumnisse beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) als Ganzes. „Der DFB als gesamter Apparat muss sich bewegen“, sagte Dutt (57) bei Sky. Verantwortlich für den Reformstau und die Probleme seien „Personen, die nicht in der Öffentlichkeit diskutiert werden – das ist ein Riesenapparat.“

Die Kritik am Bundestrainer sei schon nach der letzten Blamage 2018 noch unter Joachim Löw der falsche Weg gewesen. „Ich hoffe sehr, dass wir das nicht machen, denn die Wunde darunter eitert und blutet weiter. Der Trainer ist ganz sicher nicht das Problem“, sagte Dutt und nahm auch Hansi Flick in Schutz.

Geschäftsführer Oliver Bierhoff oder der jetzige Sportliche Leiter Joti Chatzialexiou hätten „schon vor vielen Jahren in die Zukunft geblickt, über den Tellerrand, auch außerhalb von Deutschland“. Sie hätten „Visionen“ für eine bessere Zukunft gehabt: „Aber ja, es dauert beim DFB.“ Chatzialexiou müsse „man mit aller Macht unterstützen“.

Dutt betonte, er habe in seiner Zeit Veränderungen angemahnt. „Das ist jetzt zehn Jahre her. (…) Jetzt hat sich leider bestätigt, dass du immer wieder ausscheidest.“ Bierhoff sei „damals komplett meiner Meinung“ gewesen. „Es waren sicherlich nicht Leute wie Olli schuld, die voll mitgezogen haben, sondern viel eher dieser Apparat DFB“.

Mit seiner Kritik will Dutt „etwas Öl ins Feuer gießen“, und „dazu beitragen, dass es dieses Mal schneller geht. Und, dass es vor allem nicht um den Trainer und den Sport geht, denn die sind gewillt, schnell etwas anzutreiben“.

Am Beispiel Niclas Füllkrug würden die Probleme offensichtlich. „Wir müssen froh sein, dass wir Niclas jetzt haben und er uns in dieser Phase hilft, aber das sagt eigentlich alles über den deutschen Fußball“, sagte er angesichts des Mangels an Mittelstürmern in Deutschland. (SID)

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