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Kahn will gute Leistungen der DFB-Elf nicht überbewerten

Kahn über DFB-Elf: „Jetzt schon Hurra zu schreien, wäre zu früh“

Hamburg – Der ehemalige Fußball-Nationaltorwart Oliver Kahn (49) sieht nach den souveränen Auftritten der Nationalmannschaft zuletzt in der EM-Qualifikation keinen Grund zur Euphorie. „Das waren nicht die Gegner, die für uns der Maßstab sind“, sagte Kahn am Mittwoch am Rande der Spielmacher-Konferenz in Hamburg. „Ob diese Truppe tatsächlich titelreif, titelfähig ist“, sehe man erst bei einem Turnier.

Ein Jahr vor der EM 2020 sieht Kahn das stark verjüngte DFB-Team aber auf einem richtigen Weg. Bundestrainer Joachim Löw und DFB-Direktor Oliver Bierhoff wissen nach der „Klatsche“ der WM 2018 „was die Stunde geschlagen hat“, sagte der Vize-Weltmeister von 2002. Es gehe darum, den deutschen Fußball wieder „an die absolute Weltspitze“ zu führen, so Kahn: „Das ist ein langer Gang.“

Mit Spielern wie Serge Gnabry (Bayern München) oder Leroy Sane (Manchester City) habe die Nationalmannschaft „viele Talente, die eigentlich viel Hoffnung machen“, sagte Kahn, aber ein Team, das Titel gewinnt, „produziert man nicht andauernd“. Er könne sich „vorstellen, dass sich daraus etwas entwickeln kann. Aber jetzt schon Hurra zu schreien, wäre zu früh.“

Im September stehen gegen Erzrivale Niederlande in Hamburg und in Nordirland die nächsten EM-Qualifikationsspiele an. Am Dienstagabend hatte die Nationalmannschaft in Mainz 8:0 (5:0) gegen Estland gewonnen, drei Tage zuvor 2:0 in Weißrussland.

Bei der dritten Spielmacher-Konferenz im Cruise Center in der Hamburger HafenCity diskutierten am Mittwoch über 1000 Gäste aus Deutschland, Europa und den USA über die großen Zukunftsthemen des Fußballs.  Kahn war in seiner Rolle als Unternehmer (Goalplay) Stargast der Veranstaltung. (SID)

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