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Torschütze Nico Schulz (l.)

„Nicht selbstverständlich“: Matchwinner Schulz überrascht sich selbst

Amsterdam – Matchwinner Nico Schulz hat sich mit seinem Siegtreffer beim 3:2 (2:0) der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zum Auftakt der EM-Qualifikation bei Erzrivale Niederlande selbst überrascht. „Ja, obwohl ich den Ball in die Ecke schießen wollte, ist das mit dem Rechten nicht selbstverständlich“, sagte der Linksfuß mit einem Lächeln auf die entsprechende Frage.

Und überhaupt: „So viele Tore schieße ich ja nicht“, meinte der Hoffenheimer. Nur vier in 116 Bundesligaspielen. Im DFB-Trikot ist die Bilanz deutlich besser: Im fünften Länderspiel war es immerhin schon das zweite Tor für Schulz. Premiere hatte er im vergangenen September bei seinem Debüt im Sinsheimer Heimstadion gefeiert, als ihm beim 2:1 gegen Peru ebenfalls der späte Siegtreffer (84.) gelang. In Amsterdam ließ er sich noch sechs Minuten länger Zeit.

Geplant sei es nicht gewesen, dass er sich in dieser Szene nach vorne einschaltet, betonte der Linksverteidiger. „Nein, überhaupt nicht. Marco und Ilkay sind nach links rausgegangen, deshalb bin ich in die Mitte – und auf einmal kommt der Ball zu mir.“ 

Zu diesem wichtigen Sieg zu treffen, sei „ein geiles Gefühl“ gewesen, meinte der schnelle Schulz: „Ich bin froh und stolz, dass ich das Tor machen und der Mannschaft helfen konnte.“ Er hoffe, ergänzte der 25-Jährige, dass er sich damit links defensiv festgespielt habe. „Ich versuche immer, wenn ich hier bin, meine Leistung zu bringen.“ 

Das gelingt ihm sehr gut, den Führungstreffer von Leroy Sane bereitete Schulz vor. Seine Konkurrenten Jonas Hector und Marvin Plattenhardt hat er vorerst abgehängt. 

Der unerwartete Erfolg beim ungeliebten Nachbarn sage aus, „dass wir vielleicht doch nicht so schlecht sind, dass wir immer noch Deutschland sind, ein gutes Team mit gutem Spirit“, sagte Schulz: „Klar sind ein paar wichtige Spieler weggefallen, aber wir haben trotzdem noch eine gute Mannschaft auf dem Platz.“ (SID)

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