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Dzsenifer Marozsan (2.v.l.) erzielte die Führung in Rio

Das SID-Kalenderblatt am 19. August: DFB-Frauen holen Olympiagold

Köln – Dem magischen Abend im altehrwürdigen Maracana folgte eine wilde Partynacht. Nachdem “Zauberfüßchen” Dzsenifer Marozsan die DFB-Frauen zum ersten Mal zu Olympiagold geschossen hatte, machten die deutschen Fußballerinnen im deutschen Haus in Rio de Janeiro die Nacht zum Tag. Zu “Hits” a la “We Are The Champions” und “So seh’n Sieger aus” feierten “Königin” Silvia Neid und ihre Gold-Heldinnen bis in die frühen Morgenstunden.

“Ich habe drei Stunden etwa geschlafen. Wir haben Sekt getrunken, Caipirinha, dann plötzlich wieder Radler – es war ein ziemliches Durcheinander”, sagte die damalige Bundestrainerin Neid am nächsten Morgen und stellte klar: “Als ich gegangen bin, stand das Deutsche Haus noch.”

Der feucht-fröhlichen Party war ein 2:1 (0:0) im Endspiel gegen Schweden vorausgegangen. “Das ist der Wahnsinn, das absolute i-Tüpfelchen auf meiner Karriere. Noch keine deutsche Mannschaft hat das je zuvor geschafft. Ich bin so stolz auf mein Team”, betonte Neid, auf die nach den Sommerspielen in der brasilianischen Metropole Steffi Jones folgte.

Richtig ins Rampenlicht spielte sich an jenem Abend die junge Marozsan. Die damals 24-Jährige drückte der sehr ansehnlichen Partie ihren Stempel auf. Von der Strafraumgrenze erzielte sie mit einem Schuss in den Winkel (48.) die Führung. Dem 2:0 per Eigentor von Linda Sembrant (62.) war einer von Marozsans gefürchteten Freistößen vorausgegangen, der an den linken Pfosten knallte.

“Ich glaube, in vier Jahren ist sie die Granate schlechthin. Ich werde das dann von der Tribüne beobachten und mich freuen”, schwärmte Neid – sie sollte mit all ihrer Erfahrung recht behalten.

Nach dem Höhepunkt und elf Jahren im Amt beendete die damals 52 Jahre alte Neid mit der Goldmedaille im Gepäck “total happy” ihre eindrucksvolle Laufbahn. “Ich habe im Moment überhaupt keinen Abschiedsschmerz, keine Wehmut”, sagte Neid damals dem SID. (SID)

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