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Die 50+1-Regel steht weiter in der Diskussion

Debatte um 50+1-Regel: Fan-Initiative fordert Umfrage-Boykott

Frankfurt/Main – In der Debatte um mögliche Änderungen der 50+1-Regel bauen die Fans weiter Druck auf die Profiklubs auf. Die Initiative „50+1 bleibt!“ fordert von den Vereinen einen Boykott der Umfrage zu der „Investorensperre“, die von der Deutschen Fußball Liga (DFL) initiiert wurde.

Die Initiative, die sich selbst als „bundesweiter Zusammenschluss engagierter Vereinsmitglieder und Fußballfans“ bezeichnet, fast ihre Kritik an der vor zwei Wochen verschickten Umfrage in vier Kernpunkten zusammen. Sie verlangt von den Vereinen, „sich nicht daran zu beteiligen“. Zudem fordert die Initiative „alle Mitglieder und Fans auf, umgehend lokal mit ihren Vereinen ins Gespräch zu kommen, die notwendige Transparenz einzufordern und Stellung zur Umfrage der DFL zu beziehen“.

Im März 2018 hatte die DFL-Mitgliederversammlung die Beibehaltung der 50+1-Regel beschlossen. Derzeit prüft das Bundeskartellamt die Regel und fragt dabei die Sichtweise aller 36 Profivereine ab. Das Kartellamt war von der DFL selbst eingeschaltet worden, um die Rechtmäßigkeit der Regel zu prüfen.

50+1 besagt im Grundsatz, dass Investoren in Deutschland nur die Mehrheit an einem Verein halten dürfen, wenn sie diesen mehr als 20 Jahre ununterbrochen und erheblich gefördert haben. Für die drei Bundesliga-Klubs Bayer Leverkusen, VfL Wolfsburg und TSG Hoffenheim besteht eine Ausnahme von der Regel. In den anderen europäischen Top-Ligen gilt die Regel nicht.

Den Antrag von Hannover 96 und Klubpräsident Martin Kind auf eine Ausnahmegenehmigung hatte die DFL im vergangenen Jahr abgelehnt, weshalb der Fall nun beim Ständigen Schiedsgericht der Profiligen liegt. Das Gremium will vor einer Entscheidung aber ein Sachverständigen-Gutachten abwarten. (SID)

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