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Der DFB bekam 2019 Hinweise auf schädigende Handlungen

DFB und Infront schließen Vergleich

Frankfurt/Main – Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat im Streit mit seinem ehemaligen Vermarktungsunternehmen Infront einen Vergleich geschlossen. Dies verkündete der Verband am Freitag. Laut der gemeinsamen Stellungnahme wurden “die derzeitigen Geschäftsbeziehungen einvernehmlich beendet und die sich hieraus ergebenden finanziellen Verpflichtungen abgewickelt”. Die umstrittenen Sachverhalte bewerten die Streitparteien allerdings “weiterhin unterschiedlich”, hieß es weiter.

Der DFB hatte die Zusammenarbeit mit dem Sportvermarkter Ende Juni wegen klarer Unregelmäßigkeiten “im Zusammenhang mit dem Zustandekommen und der Erbringung von Vertragsleistungen” sowie “unrechtmäßiger Einflussnahme auf DFB-Vertreter” mit sofortiger Wirkung beendet. Infront reagierte mit Unverständnis auf den Schritt und zweifelte die Wirksamkeit der Kündigung an. Nun endete der Streit mit einem Vergleich.

Der Deutsche Fußball-Bund will den Pokalwettbewerb vorerst selber vermarkten. Sollte sich der Verband zu einem späteren Zeitpunkt doch noch für eine neue Ausschreibung entscheiden, könnte sich Infront mit gleichen Chancen wie alle anderen Marktteilnehmer neu bewerben. 

Der DFB hatte im Mai 2019 Hinweise auf mögliche schädigende Handlungen von Infront bekommen und anschließend eine Detektei mit Untersuchungen beauftragt. Laut Ermittlungsbericht soll der DFB den Sportvermarkter Infront im Jahr 2013 mit der Beschaffung von Bandenwerbepartnern beauftragt haben, obwohl eine andere Firma für das lukrative Geschäft eine höhere Summe geboten habe. Für den Deal soll die damalige Verbandsspitze Gegenleistungen erhalten haben. Infront wies jegliches Fehlverhalten in diesem Zusammenhang allerdings zurück. (SID)

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