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Ansgar Schwenken ist DFL-Direktor

DFL-Sportreport: Negativtrend beim Nachwuchs

Frankfurt/Main – Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat ein großes Nachwuchs-Problem in der Bundesliga ausgemacht und will dem Negativtrend mit diversen Maßnahmen begegnen. Laut des am Dienstag vorgestellten DFL-Sportreports waren in der Hinrunde der laufenden Saison lediglich 9,2 Prozent der eingesetzten Profis U21-Spieler. In der Saison 2017/18 waren es noch 17,1 Prozent. Die Quote einheimischer U21-Talente ist in diesem Zeitraum von 7,8 auf nur noch 3,0 Prozent gefallen.

“Wir müssen den Fokus noch intensiver auf die Nachwuchsförderung richten, es müssen weitere Ressourcen eingesetzt werden. Die Qualität der Nachwuchsspieler muss verbessert werden. Wir sind da im engen Austausch mit dem DFB. Es geht nur über qualitativ hochwertige Arbeit in den Nachwuchsleistungszentren”, sagte DFL-Direktor Ansgar Schwenken: “Wir haben auch einen gewissen Wendepunkt bei der gesellschaftlichen Entwicklung erreicht. Der Migrationsanteil steigt. Der Ehrgeiz in nicht so begünstigen Schichten ist oft höher, sich im Fußball weiterzuentwickeln.”

Die derzeit diskutierte Senkung der Altersgrenze bei den Profis auf 16 Jahre sieht Schwenken nicht als “Problemlöser”. Borussia Dortmund will bei der nächsten Vollversammlung der Profiklubs im März einen entsprechenden Antrag stellen. “Wenn ein Spieler in seiner individuellen Entwicklung so weit ist, ist ein solcher Antrag nachvollziehbar”, äußerte Schwenken: “Da liegt eine hohe Verantwortung bei den Vereinen.”

Laut des für die Nachwuchsarbeit zuständigen DFL-Direktors Andreas Nagel geht es bei der Altersgrenzen-Debatte “eher um Wettbewerbsnachteile im internationalen Vergleich”. Nagel will bei der Nachwuchsförderung einzelne Maßnahmen besser aufeinander abstimmen und optimieren. Auch neu gestaltete Wettbewerbe für die Talent-Elite sowie die Umgestaltung der finanziellen Honorierung sollen Fortschritte bringen. “Wir möchten junge Spieler in der Bundesliga sehen”, sagte Nagel: “Daran arbeiten wir.” (SID)

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