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Beim FCA war für Lehmann schon nach kurzer Zeit Schluss

Lehmann will als Cheftrainer in die Bundesliga

Köln – Der frühere Nationaltorhüter Jens Lehmann will nach seinem kurzzeitigen Assistenten-Engagement beim FC Augsburg als Trainer in die Fußball-Bundesliga zurückkehren. „Ich würde nun gerne selber als Cheftrainer irgendwo arbeiten“, sagte der 49-Jährige dem SID bei der Videospielmesse gamescom in Köln auf die Frage nach seinen Erstliga-Ambitionen: „So wie ich als Spieler war, würde mir das auch ein bisschen mehr liegen.“

Lehmann rechnet sich schon für die laufende Saison Chancen auf den Anruf eines interessierten Klubs aus. „Es wird bei etlichen Bundesligisten und Zweitligisten Situationen geben, dass die Leute in Panik geraten“ und etwas ändern wollen würden, um nicht abzusteigen. Eine Offerte für sein Debüt als Cheftrainer erwartet der WM-Dritte von 2006 dabei nicht zuvorderst aus dem Oberhaus: „Die Wahrscheinlichkeiten sind natürlich höher, je tiefer man geht.“

Beim FCA war für Lehmann in der vergangenen Saison nach nur etwas mehr als zwei Monaten bereits wieder Schluss. „Es war leider ein abruptes Ende“, sagte der ehemalige Keeper von Schalke 04, Borussia Dortmund und des FC Arsenal. „Das war der Situation geschuldet, dass Angst aufgekommen ist. Und wenn Angst da ist, gibt es manchmal irrationale Entscheidungen. Aber das ist normal im Fußball.“

Im Titelkampf der Bundesliga erwartet Lehmann ein knappes Rennen mit Vorteilen für Rekordmeister Bayern München: „Die Bayern, das sieht man mit der Verpflichtung von Coutinho, lassen sich nicht so einfach die Butter vom Brot nehmen.“ Zwar sei die Qualität zwischen München und Dortmund gut verteilt, aber für Lehmann ist auch mentale Stärke ein Faktor: „Da sind die Bayern durch die Erfahrung, erfolgreich zu sein, noch im Vorteil.“

Im europäischen Vergleich sieht Lehmann, der auch dem Trainerstab des ehemaligen Arsenal-Coaches Arsene Wenger angehörte, die Bundesliga im Nachteil: „International sieht es nicht so gut aus.“ Seine Skepsis begründete der Vize-Europameister von 2008 mit seinen Eindrücken aus der englischen Premier League. „Ich habe riesige Unterschiede gesehen, auch im Training. Das macht viel aus, warum die Bundesliga Probleme haben wird, international mitzuhalten“, meinte Lehmann. (SID)

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