Peter Beuth in der Kritik nach Polizei-Einsatz

Nach Polizei-Einsatz bei Eintracht-Spiel: Kritik an Innenminister Beuth

Frankfurt/Main – Nach dem umstrittenen Polizei-Einsatz vor dem Europa-League-Spiel von Eintracht Frankfurt gerät der hessische Innenminister Peter Beuth zunehmend in die Kritik. Michael Gabriel, Leiter der bundesweiten Koordinationsstelle für Fanprojekte, warf dem CDU-Politiker im Interview mit der Frankfurter Neuen Presse vor, sich mit derartigen Maßnahmen lediglich „das Image eines hart durchgreifenden Innenministers“ geben zu wollen: „Fußball, Fankultur und Vereine werden hier instrumentalisiert für ein politisches Eigeninteresse.“

Die Eintracht selbst hatte bereits am Dienstag angekündigt, gegen den am vergangenen Donnerstag im Vorfeld der Partie gegen Schachtjor Donezk erlassenen Durchsuchungsbeschluss beim Amtsgericht Frankfurt Beschwerde einzulegen. „Wir haben erhebliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Maßnahme und ihres Zustandekommens“, sagte Vorstandsmitglied Axel Hellmann. Davon unabhängig sei man aber bereit, das Angebot des Frankfurter Polizeipräsidenten Gerhard Bereswill zur gemeinsamen Aufarbeitung wahrzunehmen.

Eintracht-Präsident Peter Fischer hatte im Vorfeld der Partie in einem TV-Interview mehrdeutige Aussagen getroffen („Das Stadion muss brennen“). Aufgrund des Verdachts, dass dies die Anhänger als Aufforderung zum Einsatz von Pyro-Technik verstehen könnten, sahen sich die Behörden zum Handeln gezwungen. Beim Einsatz in der Fankurve, bei dem letztlich ein gegen Innenminister Beuth gerichtetes Plakat konfisziert worden war, sollen die Beamten hart vorgegangen sein. Die Fans hatten daraufhin eine geplante Choreografie kurzfristig abgesagt. (SID)

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