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UEFA-Politik könnte nationalen Ligen schaden

Sportökonom Frick warnt vor Wertminderung der nationalen Ligen

Köln – Die in dieser Woche beginnende Fußball-Bundesliga ist fraglos ein Premium-Produkt. Aber wenn die Europäische Fußball-Union (UEFA) das Financial Fair Play (FFP) in letzter Konsequenz anwendet, könnte eine „Superliga“ drohen und damit eine Wertminderung der nationalen Ligen.

„Natürlich weiß die UEFA, dass sie ihr wertvollstes Produkt, nämlich die Champions League, beschädigen würde, wenn sie Vereine wie Manchester City aufgrund von Regelverstößen vom Wettbewerb ausschließt“, sagte der Sportökonom Professor Bernd Frick von der Universität Paderborn. 

Und er fügt hinzu: „Ich glaube, dass die Klubs diese Diskussion strategisch einsetzen, um bei der UEFA zusätzliche Erlöse zu erpressen, und ich nenne es ganz bewusst ‚erpressen‘. Die UEFA weiß, dass diese Drohungen glaubwürdig sind. Sollte dieser Fall also eintreten, so würden die nationalen Ligen zu einer Resterampe verkommen, weswegen die Ligaverbände hier auch intervenieren und von der UEFA fordern, dass diese den europäischen Top-Klubs keinen Grund liefert, um sich abzuspalten.“

Auch den viel diskutierten „Salary Cap“ (Gehaltsobergrenze) hält der Sportökonom für kaum durchführbar. „Ich glaube nicht, dass eine Gehaltsobergrenze sinnvoll ist. Zum einen halte ich das für einen aus ökonomischer Sicht schwer begründbaren Eingriff in die Autonomie der Klubs. Zum zweiten sind die Kosten zur Überwachung eines Salary Caps exorbitant hoch. Im Zweifel schließen die Spieler private Verträge mit Sportartikelherstellern ab, die nichts anderes als verdeckte Gehaltszahlungen sind.“ 

Die Vereine wüssten also auch bei einer Einführung der Gehaltsobergrenze bereits, wie sie diese umgehen könnten. (SID)

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