Naldo spielt mittlerweile für die AS Monaco

Trotz Abschied auf Schalke: Naldo nimmt Heidel in Schutz

Monaco – Der brasilianische Fußball-Profi Naldo vom französischen Erstligisten AS Monaco hat trotz der Umstände seines Abschieds beim Bundesligisten Schalke 04 den scheidenden Sportvorstand Christian Heidel in Schutz genommen. „Dass Schalkes Situation im Moment nicht gut ist, ist nicht seine Schuld“, sagte der 36-Jährige im Interview mit dem Onlineportal Deichstube.de: „Er stand zuletzt zu Unrecht so stark in der Kritik.“

Man dürfe nicht vergessen, „dass viele Spieler, die er geholt hat, bei ihren Ex-Vereinen überragend waren“. Schalke habe in dieser Saison einfach „sehr viel Pech gehabt“, so Naldo: „Für mich ist Christian Heidel ein guter Mensch und ein guter Manager.“

Allerdings widerspricht der langjährige Bundesliga-Profi Heidels Darstellung, dass Geld eine große Rolle beim Wechsel Naldos ins Fürstentum gespielt habe: „Das hat mich sehr überrascht, weil es nicht stimmt. Es hatte andere Gründe, warum ich Schalke verlassen habe. Die habe ich Christian vor meinem Wechsel erklärt. Ich habe ihm gesagt, dass ich nicht mehr dieses Vertrauen spüre, das ich brauche, und dass ich den Verein gerne in der Winterpause verlassen möchte.“

Naldo betonte, dass er auf Schalke „zweieinhalb überragende Jahre“ gehabt habe. Er habe am Ende aber feststellen müssen, „dass ich keine Rolle mehr spiele. Irgendwann wurde mir klar: Egal, was ich mache, ich werde hier nicht mehr auf dem Platz stehen. Das habe ich akzeptiert, mich aber nach einer Lösung umgesehen“.

Sein ehemaliger Trainer Domenico Tedesco stehe nach dem Rückzug von Heidel nun noch mehr unter Druck. „Leicht wird es nicht für ihn. Er wird nun noch strenger beobachtet. Wenn es nicht gut läuft, steht der Trainer automatisch in der Kritik. Er trägt die Verantwortung für die Mannschaft. Wenn die Ergebnisse besser werden, kann Tedesco sich halten. Wenn nicht, dann wird es auch um seine Person gehen. Nur gute Ergebnisse bringen Ruhe“, sagte Naldo Sport1.

Eine Rückkehr in die Bundesliga schließt der Ex-Bremer und -Wolfsburger nicht aus: „Mein Vertrag in Monaco läuft bis 2020. Wenn es geht, mache ich danach weiter. Gerne wieder in Deutschland.“ (SID)

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