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Koch soll in den Gremien der UEFA und FIFA tätig sein

Vizepräsident Koch soll DFB in Gremien der FIFA und UEFA vertreten

Berlin – Vizepräsident Rainer Koch soll den Deutschen Fußball-Bund (DFB) künftig in den Gremien des Weltverbandes FIFA und der Europäischen Fußball-Union (UEFA) vertreten. Das gab der designierte neue DFB-Präsident Fritz Keller am Mittwoch in Berlin bekannt.

„Ich sehe meine Aufgaben im nationalen Bereich. Deshalb habe ich Herrn Koch gebeten, in die Gremien der FIFA und der UEFA zu gehen“, sagte Keller, der seinen Verzicht mit den künftigen Aufgaben in der Heimat begründete: „Das wird ein 24/7-Full-Time-Job. Zudem möchte ich mir nicht nehmen lassen, auch einmal Spiele in der Oberliga zu schauen“, sagte Keller.

Geschäftsführer Christian Seifert von der Deutschen Fußball Liga (DFB), der seine Bereitschaft für die Posten frühzeitig verweigert hatte, bezeichnete die geplante Arbeitsteilung als „nachvollziehbar“. Er ergänzte allerdings: „Ich halte diese Ämter für überschätzt. Internationale Arbeit ist nicht, in den Gremien zu sein und mal für oder gegen etwas zu stimmen. Sondern in der Lage zu sein, Allianzen und Netzwerke aufzubauen. Und hier hat der DFB in den vergangenen Jahren signifikant an Einfluss verloren.“

Nach dem Rücktritt von Reinhard Grindel ist der DFB aktuell weder im FIFA-Council noch im Exekutivkomitee der UEFA vertreten. Spätestens zwei Monate vor dem UEFA-Kongress am 3. März 2020 in Amsterdam muss der DFB Koch als Kandidat für das Exekutivkomitee einreichen, die Frist für einen Posten im FIFA-Council endet einen Monat früher. Der DFB besitzt allerdings kein automatisches Recht auf einen Platz in den Gremien, Koch müsste von der UEFA entsandt werden.

„Für uns ist wichtig, ganz eng an der Seite der UEFA zu stehen“, sagte Koch: „Dann werden wir sehen, was bei der UEFA entschieden wird.“ (SID)

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