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WM-Affäre: DFB zahlt über sieben Millionen Euro für Rechtsberatung

Frankfurt/Main – Die Aufarbeitung der Affäre um die Vergabe der WM 2006 hat den Deutschen Fußball-Bund (DFB) bislang mehr als sieben Millionen Euro an Rechtsberatung gekostet. Das geht aus dem Bericht von DFB-Schatzmeister Stephan Osnabrügge hervor, der am Freitag auf dem Bundestag in Frankfurt/Main vorgestellt wurde. 

Der DFB war zuvor bereits vom Finanzamt Frankfurt infolge der vorübergehenden Aberkennung der Gemeinnützigkeit zu einer Steuernachzahlung in Höhe von 22,57 Millionen Euro angewiesen worden. Gegen die Strafzahlung hat der Verband allerdings rechtliche Schritte eingeleitet.

Die Geschäftsjahre 2016 bis 2018 waren für den DFB durch die Sonderbelastungen der WM-Affäre laut Osnabrügge „keine Jahres des Wachstums, sondern Jahre der Konsolidierung“. Nach einem Minus von 20,263 Millionen Euro im Jahr 2017 wies der Verband für 2018 zumindest eine „schwarze Null“ aus. 

„Die schwierige Umbruchphase ist im Wesentlichen bewältigt, die finanziellen Folgen wirken aber noch nach“, sagte Osnabrügge. Auch für den Zeitraum von 2012 bis 2014 muss der DFB in Folge neuer Bewertungen durch die Betriebsprüfer mit zusätzlichen Steuerbelastungen rechnen. 

Ein hoher Kostenfaktor in der Zukunft ist die neue DFB-Akademie in Frankfurt, für die am Donnerstag der Grundstein gelegt worden war. Sie soll bis zum Abschluss im Jahr 2021 bis zu 150 Millionen kosten. Die Hälfte davon will der DFB mit Eigenkapital stemmen, die andere Hälfte über Kredite. 

Für die Jahre 2020 bis 2022 plant der DFB mit weitgehend ausgeglichene Haushalte. Erlösen von rund 400 Millionen Euro stehen Ausgaben in ähnlicher Höhe gegenüber. Die Rücklagen sollen aufgrund des Akademie-Baus von 107 auf 52 Millionen Euro sinken. (SID)

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