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Robin Dutt spricht sich für Ballbesitzfußball aus

Dutt bleibt Verfechter des Ballbesitz-Fußballs

Köln – Der langjährige Bundesliga-Coach Robin Dutt (54) vom Zweitligisten VfL Bochum bleibt ein Verfechter des Ballbesitzfußballs. “Die technisch-taktische Qualität ist gesunken und wird weiter sinken, wenn man glaubt, dass Ballbesitzfußball out sein soll. Ballbesitzfußball kann nie out sein, denn es geht im Fußball immer um den Ball”, sagte der ehemalige DFB-Sportdirektor im Interview mit Spox und Goal.

Der gebürtige Kölner lässt sich auch vom französischen WM-Triumph vor Jahresfrist in Russland, als die Equipe Tricolore nicht den Ballbesitz in den Vordergrund stellte, nicht von seiner Überzeugung abbringen: “Zu denken, nur weil Frankreich mit wenig Ballbesitz Weltmeister geworden ist, das wäre es jetzt, ist genauso unsinnig, wie wenn man 2004 nach dem EM-Titel Griechenlands gesagt hätte, Manndeckung und Libero seien die Zukunft.”

Der Druck auf die Trainer sei in der jüngeren Vergangenheit immer größer geworden, betonte Dutt außerdem: “Ich glaube, dass man einfach nicht mehr druckresistent ist und seine eigene Überzeugung schneller über Bord schmeißt.”

Wenn man Gefahr laufe, Ziele kurzfristig kippen zu müssen und der öffentliche Druck zu groß werde, “gibt es mittlerweile deutlich weniger Menschen, die sich in den Wind stellen und sagen: Das hier ist unser Konzept und das ziehen wir auch durch.” Noch schlimmer finde er, “wenn viele junge Trainer verbrannt werden, die danach nicht mehr bereit sind, zurück in die Nachwuchsleistungszentren zu gehen”. (SID)

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