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Benjamin Pavard spielt nächste Saison für die Bayern

Gesicht der Relegation: Benjamin Pavard (VfB Stuttgart)

Berlin – Benjamin Pavards Niedergang vom Weltmeister zum Absteiger in nur zehn Monaten manifestierte sich in dieser 89. Spielminute. Der französische Nationalspieler in Diensten des VfB Stuttgart nahm aus knapp 20 Metern Entfernung Maß, dem Ball gab er mit dem Vollspann einen ganz speziellen Drall – alles fast genau wie im WM-Achtelfinale gegen Argentinien (4:3), als ihn ein Traumtor weltberühmt gemacht hatte. 

Doch diesmal schlug der Ball nicht im Toreck ein, sondern wurde von Union-Torwart Rafal Gikiewicz problemlos pariert. Wenige Minuten später war das 0:0 im Relegations-Rückspiel bei Union Berlin offiziell – und der dritte Abstieg in der Klubgeschichte des VfB perfekt. Pavard flüchtete vor den auf den Platz stürmenden Union-Fans in die Kabine, tief erschüttert und sprachlos. Sein 88. und letztes Spiel im VfB-Trikot wird er als Rucksack mit zu Bayern München nehmen.

Vor ein paar Wochen hatte Pavard noch betont, er wolle im Abstiegskampf mit Stuttgart „kämpfen bis zum Tod“. Gekämpft hat der hochtalentierte Verteidiger, doch seine unbestrittene Klasse hat er in dieser Saison viel zu selten gezeigt. Nun wechselt Pavard mit dem Makel eines Absteigers zu den Bayern, das könnte für ihn im glänzend besetzten Kader des Rekordmeisters ein Nachteil sein. Und 35 Millionen Euro an Ablöse wurden für einen Absteiger in Deutschland auch noch nie bezahlt. (SID)

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