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HSV-Vorstand Bernd Hoffmann ist freigestellt worden

HSV stellt Hoffmann frei – Jansen wird Aufsichtsratsvorsitzender

Hamburg – Der Fußball-Zweitligist Hamburger SV hat auf die internen Zwistigkeiten auf der Führungsebene reagiert und Vorstandsboss Bernd Hoffmann freigestellt. Dies gab der Traditionsklub nach einer Sitzung des Aufsichtsrates am Samstag bekannt. Ab 11.00 Uhr hatte das Gremium getagt. Die verbleibenden Vorstände Frank Wettstein und Jonas Boldt führen den Verein als Vorstandsduo weiter. 

“Ich hätte den HSV sehr gerne durch diese Krise geführt, muss aber akzeptieren, dass der Aufsichtsrat sich für einen anderen Weg entschieden hat”, sagte Hoffmann.

Wiederholt hatte es zuletzt Differenzen in der HSV-Führung um Hoffmann, Finanzchef Wettstein und Sport-Vorstand Boldt gegeben. Das Verhältnis zwischen Hoffmann (Vertrag bis 2021) und Wettstein sowie Boldt galt als zerrüttet.

Nach der Entscheidung traten der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Max-Arnold Köttgen und Vereins-Vizepräsident Thomas Schulz von ihren Aufsichtsratsämtern zurück. Köttgens Nachfolger wird der frühere HSV-Profi und aktuelle Vereinspräsident Marcell Jansen. 

“Wir können uns in dieser schwersten Krisenzeit des gesamten Profifußballs keine Energieverluste und belasteten Vertrauensverhältnisse leisten. Der volle Fokus muss auf die HSV-Interessen gerichtet sein”, sagte Jansen.

Köttgen erklärte, er halte Veränderungen im Vorstand aus seiner Sicht und “vor dem Hintergrund der aktuell zu bewältigenden Anforderungen” für “verfehlt”. Die “mehrheitlich gegen mein Votum getroffene Entscheidung des Aufsichtsrates, sich vom Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann zu trennen, bedeutet für mich, dass ich der HSV Fußball AG weder als Aufsichtsratsvorsitzender noch als normales Mitglied des Kontrollgremiums weiter zur Verfügung stehe”, sagte er.

Hoffmann stieg nach dem Bundesliga-Abstieg des HSV im Mai 2018 zum zweiten Mal zum Klubchef der Hanseaten auf. Bereits von Februar 2003 bis März 2011 hatte er den Traditionsklub geführt. (SID)

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